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Pflanzenauswahl
ExtensivbegrünungenEin extensives Gründach stellt besondere Ansprüche an die Vegetation. Die ausgebrachten Pflanzen müssen neben hohen Strahlungsintensitäten, Windexposition, Trockenheit, Nährstoffarmut und Frostgefahr auch mit den besonderen Schwierigkeiten des reduzierten Wurzelraums fertig werden. Zu den Trockenspezialisten gehören zahlreiche sukkulente Pflanzen wie Mauerpfeffer- (Sedum), Dachwurz- (Sempervivum) und Steinbrecharten (Saxifraga), die in ihren fleischigen Blattorganen große Wassermengen speichern können.
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Bei Substrathöhen ab 7 cm stehen zusätzlich Nelkenarten, Korbblütler und Trockengräser zur Verfügung. Durch geschickte Artenkombination und kleine Modellierungen in der Substratoberfläche lassen sich abwechslungsreiche Pflanzengesellschaften etablieren, die von März bis Oktober mit unterschiedlichen Farb- und Blütenmustern überraschen. Die Berücksichtigung der heimischen Flora ist dabei ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz, denn die natürlichen Standorte der Trocken- und Magerrasenvegetation sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen.
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IntensivbegrünungenDie besseren Standortbedingungen (Wurzelraum, Wasserspeicherung, Nährstoffe etc.) sorgen bei Intensivbegrünungen dafür, dass hinsichtlich der Pflanzenauswahl nur geringe Einschränkungen vorliegen. Für Rasendächer sollte die Substratschicht mindestens 20 cm betragen, sonst trocknen sie im Sommer sehr rasch aus. Bei entsprechenden Substrathöhen sind Sträucher und Kleinbäume bis ca. 10 m möglich. Dies bringt natürlich auch eine deutlich höhere Gewichtsbelastung mit sich. Auf Dächern mit starker Sonnen- und Windexposition müssen die ausgewählten Pflanzen außerdem strahlungsfest und widerstandsfähig gegen Windbruch sein.
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Standortbedingungen Für die Pflanzen spielen die lokalen Standort- und Klimabedingungen eine wichtige Rolle. So macht es einen großen Unterschied, ob sich die begrünte Dachfläche im relativ trockenen Magdeburg (durchschnittliche Regenmenge knapp 500 mm/Jahr) oder im feuchten München (>1000 mm/Jahr) befindet. Aber auch auf ein und demselben Dach können völlig unterschiedliche klimatische Bedingungen herrschen. Bei der Planung der Begrünung sollte deshalb die Gebäudehöhe, die Dachneigung und mögliche Beschattungen durch benachbarte Gebäude oder Bäume berücksichtigt werden.
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