Systemaufbau
Die Anforderungen an den Systemaufbau einer Dachbegrünung sind sehr vielfältig. Neben optimalen Wuchsbedingungen für die ausgewählten Pflanzen muss der Schutz des Dachaufbaus und die Dränageleistung über Jahrzehnte gewährleistet werden. Gleichzeitig wird die Höhe des Aufbaus durch die vorhandenen Lastreserven limitiert. Die meisten Gründachsysteme imitieren deshalb die natürlichen Bodenfunktionen durch gewichtsoptimierte Funktionsschichten. Systemaufbauten aus Recyclingprodukten (z. B. Substrate aus alten Tondachziegeln, Dränage-Elemente aus Recyclingkunststoff) tragen zusätzlich zum Ressourcenschutz bei.
SchutzlagenPerforationsfeste Schutzmatten verhindern die mechanische Beschädigung von Durchwurzelungsschutz / Dachabdichtung während und nach der Begrünungsausführung. Bei entsprechender Materialwahl kann die Schutzlage zusätzlich auch Wasser und Nährstoffe speichern. Wenn die Dachabdichtung nicht von Haus aus wurzelfest ist, muss eine zusätzliche Wurzelschutzlage zum Schutz des Dachaufbaus installiert werden. |
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DränageschichtDie Dränageeschicht unterstützt die Wasserführung der Substratschicht. Neben Dränagematten und Dränageschüttungen kommen hier vor allem profilierte Kunststoffelemente zum Einsatz, die in ihren Vertiefungen Wasser speichern und gleichzeitig für eine ausreichende Belüftung des Wurzelraumes sorgen. Das unterseitige Kanalsystem gewährleistet außerdem eine zuverlässige Abführung des Überschusswassers. |
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FilterschichtDie Filterschicht trennt die Vegetationstragschicht von der darunter liegenden Dränageschicht. Wertvolle Bodenteile werden durch den Filter zurückgehalten und stehen dem Nährstoffkreislauf weiter zur Verfügung. Gleichzeitig verhindert der Filter ein Verschlämmen der Dränageschicht und der Abflussleitungen. Die Filterleistung bleibt über die Jahre stabil, da als Ausgangsstoffe für die Vliese verrottungsbeständige Materialien eingesetzt werden. |
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SubstratschichtDie Substratschicht muss die Pflanzen zuverlässig mit Wasser und Nährstoffen versorgen und eine ausreichende Wurzelverankerung garantieren. Für extensive Begrünungen haben sich leichte mineralische Substrate mit hoher Wasserkapazität, Strukturstabilität und guter Dränagefunktion seit vielen Jahren bewährt. Der Humusanteil sollte dabei nicht zu hoch sein, um Probleme mit Fremdbewuchs zu vermeiden. Bei Intensivbegrünungen werden mineralische und organische Komponenten bedarfsgerecht gemischt. |
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VegetationDie Pflanzenauswahl muss auf die Substrateigenschaften abgestimmt werden und orientiert sich außerdem an den Standortbedingungen und dem gewünschten Pflegeaufwand. Für extensive Begrünungen kommen vor allem pflegeleichte, trockenheitsresistente und frostharte Arten in Frage. Bei Intensivbegrünungen ist die Pflanzenauswahl nahezu unbeschränkt und kann Rasen, Sträucher und sogar kleine Bäume umfassen |
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